4. November 2011

Durch den Kastanienwald

Chronik der Tour vom 29. Oktober 2011 durch den 'Castañar de El Tiemblo'

Nach den ersten Regentagen scheint es, als würde es das Wetter dieses Wochenende noch einmal gut mit uns meinen und uns einen weiteren traumhaften Tag in den Bergen bescheren. Bei diesen grandiosen Aussichten muss auch ein passendes Ziel her, und so geht es heute Richtung Sierra de Gredos nach El Tiemblo. Obwohl wir uns erst um 10 Uhr verabredet haben und die Sonne schon scheint, zeigt das Autothermometer frische 3º an.
Am Eingang zum 'Castañar de El Tiemblo'
Wir legen los - zunächst auf einem Schleichweg, um der Strassenmaut hinauf zum Castañar zu entgehen - zumindest auf der Webseite wird behauptet, dass auch Radfahrer zur Kasse gebeten werden.

Es geht zunächst einige Kilometer sanft bergan, bis wir am Parkplatz des Castañar angelangen. Gleich am Eingang empfangen uns die noch grünen Riesen.

Das Fahren auf dem Blätterteppich zwischen all diesen Bäumen war ein super Gefühl und von den Wanderern gabs kein böses Wort (da sollten sich manche deutsche mal ein Beispiel nehmen).

An einer kleinen Lichtung machten wir dann die erste kleine Pause unter ein paar ausladenden Kastanienbäumen - die Temperatur war mittlerweile schon mehr als OK.

Unter einer Kastanie
Von nun an wird der Weg steiler und wir verlassen den Kastanienhain an seinem oberen Ende.
Zum Schluss noch ein paar echt steile Rampen gefolgt von einem kurzen Höhenweg, bis es hinab nach Casillas geht. Auf dem Dorfplatz haben wir uns dann in der Mittagssonne eine kleine Stärkung gegönnt.

Von nun an geht es wieder bergauf, erst etwa steiler, dann flach und wieder steiler. Der Anstieg zieht sich, aber die Landschaft entschädig vollkommend.

Auf dem Dorfplatz von Casillas
Der letzte Pass des Tages 
Oben am Pass angekommen haben wir einen Blick Richtung Norden auf den Embalse de Burguillo - viele Kilometer Abfahrt stehen uns bevor.

Vor dem Embalse de Burguillo
Zunächst über die steile Forststrasse die langsam flacher wird und dann ab dem Stausee über die Strasse bis El Tiemblo.
Hier warten dann auch schon die Stühle einer Bar in der Sonne auf uns und nach ein paar kühlen Blonden, Nüsschen und Gummibärchen geht es uns allen wieder prächtig.

HARIBO


Hasta la próxima!!!

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27. Oktober 2011

Von Tres Cantos nach las Matas

Route vom 22. Oktober 2011

Von 'Drei Steine' nach 'Du Bringst Sie Um'. Ja, seltsame Ortsnamen, aber nun mal der Start- und Zielort unserer heutigen Tour.


Tres Cantos ist eine Trabantenstadt ca. 20 Km nördlich von Madrid und mit dem 'Cercanias' erreichbar. Von hier aus geht es Richtung Osten zur 'Puente de La Marmota', einer alten Römerbrücke, über breite Feldwege, teils auf teils ab. Das letzte Stück Abfahrt bis zur Brücke führt über einen Trail.

Auf der anderen Seite der Brücke geht es zunächst sehr steil hinauf, aber nach kurzem beginnt eine schöner, gut befahrbarer Pfad der an einem weiteren Wirtschaftsweg mündet.
Von hier geht es nun fast kerzengerade Richtung Norden und stetig bergauf bis wir an der kleinen Verbindungsstrasse zwischen Colmenar Viejo und Hoyo de Manzanares ankommen.

Auf dieser fahren wir nun ca. 4 Km weiter bergauf bis La Nava - einem Militärstützpunkt. Leider gibt es hier keine Alternative, da das Gelände südlich der Strasse eingezäunter Privatgrund ist und nördlich sich ein militärisches Übungsgelände befindet.

Hinter La Nava geht es wieder auf eine breite Piste - erst etwas abschüssig und dann noch einmal bergauf. Hier beginnt dann der Singletrail-Spass. Zwischen weit auseinander stehenden Bäumen, Sträuchern und Granitbrocken schlängelt sich der Weg langsam Bergab durch die Landschaft.

Wir gelangen an einen weiteren breiten Weg dem wir nun zwischen eingezäunten Weideflächen hinab folgen. An einer schmalen Asphaltstrasse beginnt aber schon der nächste Trail und der Spass geht weiter.

Als wir an einem kleinen Bach ankommen, müssen wir diesen überqueren und auf die andere Talseite erklimmen - zunächst schiebend, dann fahrend. Auf der Höhe angekommen geht es fast eben bis zur Mauer des "Monte del Pardo". Ein Trail führt neben der Mauer hinab bis zur 'Urbanización Los Peñascales'. Hier führt unser Track eigentlich IN das Gelände hinein, aber das Tor scheint verschlossen und wir vermuten eine Ungenauigkeit des Tracks und nehmen einen schmalen Pfad zwischen Mauer und Häusern. Leider ist das weniger ein Weg als eine Müllhalde mit reichlich Wildwuchs. Wir kämpfen uns durch und landen wieder an einen Strasse (den Track habe ich korrigiert so dass man dieses Weg vermeidet).
Nachkurzem geht es wieder auf einen Trail (diesmal gut befahrbar und wir machen die letzten Meter hinab bis zu einem kleinen Bach. Diesen überqueren wir und nun geht es auf der anderen Seite durch die Wohnsiedlung hinauf bis zur 'Estación de las Matas' wo wir uns die obligatorischen Bierchen und was zu Essen gönnen.

Alles in allem eine Runde Tour mit vielen schön zu befahrenden Singletrails.

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Track:


rodando x la CdC

Der spanische Blog der Gruppe mit der ich die meisten meiner Touren mache (und viele andere Dummheiten) hat ein Facelift erhalten...


Wer des spanischen mächtig ist oder einfach nur neugierig ist, kann ja mal reinschauen.

12. Oktober 2011

37º - und das am 12. Oktober

Blick auf San Lorenzo del Escorial von der Silla de Felipe II 
Rudi Carrells 'Wann wird's mal wieder richtig Sommer' dichte ich bald um und frage wann er denn endlich vorbei ist...oder vielleicht besser doch nicht. Wie auch immer, am Mittwoch war spanischer Nationalfeiertag und so stand wieder eine Tour in den Berge an.

Um 9 Uhr ging es in El Escorial los. Zunächst hinauf zur 'Silla de Felipe II', einem Felsen gegenüber von El Escorial, von wo aus er die Baufortschritte beobachtet hat. Heute fahren wir die Asphaltstrasse hinauf und fahren gleich weiter bis zum Abzweig Richtung Zarzalejo. Oben ist es schon so warm, dass wir uns aller Windjacken oder sonstiger langärmliger Kleidungsstücke entledigen.
Die Sonne beleuchtet nun unseren Weg und in Zarzalejo befüllen wir noch mal unsere Camelbacks - eine weise Entscheidung!

Es herbstelt
Hinter dem Ort geht es auf einem Feldweg entlang der Bahnstrecke weiter. An dem Punkt wo der Zug den Berg per Tunnel durchquert steht für uns die erste steile Rampe des Tages an. Loser Untergrund und die sich schon deutlich bemerkbar machende Sonne (26º) sorgen für den Rest.
Nach einer kleinen Verschnaufpause geht es gleich weiter über einen schmalen Trail hinauf in Richtung 'Cruz Verde'. Auch hier sorgen Sand, Staub und lockere Steine für die eine oder andere Schiebepassage.
Wir erreichen eine kleine Landstrasse. Hier findet scheinbar grade ein kleines Bergzeitfahren eines Radclubs statt...eigentlich ein ganz nettes Strässchen zum Rennradfahren (muss ich mir merken). Unsere beiden Mädls sind schon jetzt recht erschöpft und daher überlegen wir, welche Alternativen sie haben. Schlussendlich entscheiden sie sich über die Strasse runter zu fahren und dann unten event. noch eine Schleife zu fahren. Antonio und ich wollen die Tour weiterfahren.
erste Rampe geschafft
über einen schmalen Pfad hinauf zur Cruz Verde
Die erste Rampe
So geht es zunächst auf der kleinen Strasse bis zum Pass "Cruz Verde" und dann noch ein Stück weiter hinauf auf der Landstrasse Richtung Avila. Am nächsten Pass geht es wieder auf einem schmalen Strässchen hinab Richtung 'La Hoya'. Leider gibt es hier scheinbar keine öffentlichen Feldwege oder Pfade. Das letzte Stück von La Hoya hinab ins Tal führt über einen Schotterweg. Unten angekommen überqueren wir einen kleinen Fluss und stehen vor der nächsten Rampe. Einfach nur gerade den Bergrücken hinauf über komplett ausgewaschene Felsbrocken. Das erste Stück geht nur im Schiebe-/Tragemodus, später wird es wieder fahrbar. Fast am Ende wartet eine einsame, schattenspendende Pinie auf uns und wir machen unsere erste Pause (32º).

Noch eine Rampe
Von nun an geht es auf und ab (mehr auf). Manchmal ist es ein brauchbarer Forstweg, meist aber ein Mienenfeld aus lockeren Gesteinsbrocken verschiedener Grösse. Es geht so richtig in die Beine. Der Weg führt entlang eines kleinen Baches durch ein Tal hinauf. Die karge Vegetation zwischen den Felsen spendet keinen Schatten. Auf 1400m Höhe schaue ich mal wieder aufs Thermometer: 37º!

Death Valley - 37º
Das Tal teilt sich und wir biegen in den linken Arm ein. Nun wird es schmaler und die Vegetation direkt am Fluss auch dichter. Der Weg wechselt ständig das Ufer - eigentlich fahren wir fast die halbe Zeit durch das spärlich fliessende Wasser. Unsere Füsse freuen sich über die Erfrischung.
Hinter einer weiteren Biegung landen wir am Fusse eines Staudamms. Links führt ein betonierter Zigzag-Weg hinauf zur Krone. Wir überqueren den Staudamm und stehen vor der nächsten Rampe. Eigentlich ist es nicht ein, es ist eine Aneinanderreihung von Steilstücken. Immer wenn man glaubt man hätte es geschafft, steht man vor der nächsten. Der Untergrund ist locker bis grob steinig. Wir quälen uns teils fahrend, teis schiebend hinauf. Irgendwann ist der Camelback leer und der Mund wird trocken. Auf 1650m haben wir immer noch 34º.
Staudamm des 'Embalse de Peguerinos'
Wieder 'ne Rampe


Fast oben angekommen geht es durch ein Gatter und dann fast eben bis zu einen kleinen Asphaltstrasse. Auf dieser geht es dann Stück hinab bis zum 'Alto de Malagón'. Antonio legt seine Knie- und Ellenbogenschoner an und fährt die "Vascos" hinab, ein sehr bekannter Trail. Mir ist das für heute aber zu viel und ich entscheide mich für die Variante der "Zetas". Diese lassen sich flüssig un mit viel Flow fahren.

In El Escorial wartete dann schon unsere Begleitung bei einem kühlen Bier. Fazit: Eine dieser Touren die man nicht bereut, aber auch nicht wiederholen muss. Ein gutes Training durch unwirtliche Bergtäler.  
Die letzte Rampe



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9. Oktober 2011

Von El Espinar über Gudillos und den Sendero del Arcipreste nach Cercedilla

Estación de El Espinar
Die heisse Jahreszeit hat nun wohl ein Ende, und so besteht auch keine Not mehr besonders früh aufzustehen und Vettels zweiten WM Titel konnte ich auch live anschauen.  Unserer heutiger Startpunkt ist die 'Estación de El Espinar'. Diese liegt schon auf der anderen Seite der Berge in der Provinz Segovia. Bedient wird diese Strecke mit den Zügen der Cercanias-Line nach Cercedilla. Aufgrund von Kompetenzgerangel, muss man aber eine Fahrkarte für 'Media Distancia' lösen und kann nicht bis Cercedilla mit dem Cercanias Ticket fahren. Lösen kann man eine solche Fahrkarte aber nur am Schalter und der ist Sonntags morgens nicht unbedingt besetzt. Der Schaffner ist aber gnädig und kassiert dennoch nur die Differenz.
hinab Richtung El Espinar

Um 11:40 steigen wir pünktlich in 'Estación del Espinar' aus und starten nachdem einige Dringlichkeiten erledigt wurden Richtung 'El Espinar'. Der Ort befindet sich mehrere Kilometer vom Bahnhof entfernt.
Zunächst geht es unter der A6 hindurch und dann ein kleines Stück parallel dazu auf der Landstrasse entlang. Bevor diese erneut unter der Autobahn hindurch führt, wechseln wir über den Strassengraben auf einen dort verlaufenden Feldweg (diesen kann man auch schon weiter oben am Kreisverkehr nehmen und spart sich so das Stück Landstrasse).

Der Weg führt nun zunächst flach durch einen Wald, steigt dann ein wenig an um uns dann auf einen leicht abschüssigen Feldweg zwischen gelben Weiden Richtung El Espinar zu entlassen.

Wir durchqueren das Dorf und nach einem kurzen steilen Stück erreichen wir eine kleine Strasse oberhalb des Ortes. Diese führt nun stetig bergan Richtung San Rafael und weiter Richtung Gudillos. Wir verlassen sie aber nach kurzem wieder und setzen unseren Weg über wunderschöne Waldpfade durch einen schattigen Pinienwald fort.
Auf der Höhe von San Rafael geht es wieder ein Stück auf der asphaltieren Forststasse entlang, die wir aber nach kurzem schon wieder rechts durch ein Gatter verlassen. über einen weiteren sehr schönene Pfad steigen wir weiter an, biegen am GR-88 nach rechts ab. Ein paar hundert meter später erreichen wir ein kleines, sehr kurzes Tragestück. Kurz danach verlassen wir den GR-88 wieder nach links über einen schmalen Pfad.
Von nun an geht es abwechseln flach oder in steilen Rampen Richtung Gudillos. Kurz vor der alten N1 Passtrasse zum Alto de los Leones führt unser Weg wieder steil hinab. Danach ein kurzes Stück über die N1 und dann durch den Wald oberhalb der Tunnelportale von Zug und Autobahn.

mobile Hindernisse
Tragepassage


Immer weiter, über schmale Pfade entlang des Rio Gudillos erklimmen wir dieses einsame, bewaldete Tal. Wir erreichen eine Lichtung auf der ein mehrstöckiges Betonskelett eines unfertigen Hauses steht. Hier sollte mal eine Irrenanstalt entstehen, doch der Bau wurde dann gestoppt.
Auf der Lichtung tanken wir neue Energie und geniessen die 27 Grad der Oktobersonne.

Sonnenbad
Auf einem Forstweg umrollen wir nun die Lichtung und gelangen an den 'Sendero del Arcipreste'. Dieser Wanderpfad hat eine gut fahrbare Steigung, aber einige Stein- und Wurzelpassagen die dann je nach Können und Kondition früher oder später den Fuss auf den Boden zwingen.
Sendero del Arcipreste
rasante Abfahrt


Auf der Passhöhe wechseln wir auch wieder in die 'Comunidad de Madrid'. Der Pfad führt nun noch ein Stück hinab bis zu einen breiten Weg, dem wir links Richtung Cercedilla folgen. In der Ferne sehen wir Madrid in der klaren Luft ganz deutlich. Die Ausblicke sind gigantisch.
viel Staub
Nach eine kurzen Abfahrt gewinnt der Weg hinter einer Biegung leider noch mal an Höhe und so ist ein letzter Anstieg zu bewältigen. Zu guter letzt eine rasante Abfahrt au einem breiten Schotterweg, noch mal ein kleiner Pfad oberhalb von Cercedilla und wir landen direkt am Bahnsteig.

Erinnerung an einen kleinen Ausritt
Es ist schon zwanzig nach sechs, aber unser Bierchen im 'Helios' oberhalb der Station gönnen wir uns trotzdem.


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